Jeden Beitrag, jeden Kommentar, jede Ablesung. Was dabei herauskam, widerspricht ziemlich genau dem, was überall als Ratschlag steht. Hier steht es, mit den echten Zahlen. Aber auch mit den unangenehmen.
Ich verkaufe hier nichts. Ich zeige, was ich gemessen habe.
Alle aus meinem eigenen Konto. Alle nachgerechnet.
Klicks auf Links in meinen Beiträgen, bei 1.367.885 Impressionen in 400 Tagen. Einer je 683.943 Ansichten, auch dort, wo der Link ausdrücklich angeboten wurde.
Interaktionen mit dem Knopf auf meinem Profil, im selben Zeitraum, ohne dass ich ihn je erwähnt habe. Das Profil ist der Kanal. Der Link im Beitrag ist keiner.
Impressionen durch fünf kurze Kommentare unter fremden Beiträgen, an einem Wochenende. Mein am selben Wochenende voll produzierter eigener Beitrag kam auf 448.
Impressionen für einen Fachbeitrag, an dem ich zwei Stunden saß. Ein anderer kam auf 232.501. Beide von mir, drei Wochen auseinander.
Ein Profil ist nicht gut oder schlecht. Es ist gut für ein bestimmtes Ziel. Ohne das entsteht ein Profil, das zu jedem passt und niemanden erreicht.
Die vier Richtungen unterscheiden sich nicht im Stil, sondern in der Mechanik. Sie brauchen verschiedene Beiträge, keinen Kompromiss.
Wenn Deine Zielgruppe über 55 ist, stellt sie 3,3 Prozent des Publikums. Wenn Dein Angebot rein lokal ist: für persönliche Profile gibt es keine geografische Steuerung, nur für Unternehmensseiten und Anzeigen.
Das gehört gesagt, bevor jemand Zeit investiert. Ich habe genau diesen Fall erlebt … und es zu spät gemerkt.
Fast alle fangen mit eigenen Beiträgen an. Das ist der teuerste Schritt und der mit der geringsten Wirkung am Anfang.
Nicht perfekt, nur tragfähig. Foto, Banner, eine Überschrift, die Rolle und Fachgebiet nennt, ein Info-Text, dessen erste zwei Zeilen ohne Klick etwas sagen.
Die Überschrift läuft unter jedem Beitrag und jedem Kommentar mit. Bei mir in einer Woche 22.403 mal. Der Info-Text wurde in 90 Tagen 632 mal gesehen. Wer sein Fachgebiet nur in den Info-Text schreibt, versteckt es.
Nicht schreiben, kommentieren. Kurz, fachlich, unter Beiträgen von Leuten, die ein Publikum haben. Lieber fünf kurze als einen langen.
Der Ertrag je Kommentar ist nicht steuerbar, weder über die Reichweite des Gastgebers noch über die Länge. Mein längster Kommentar einer Serie war der schwächste, ein Sechs-Wort-Kommentar der beste. Steuerbar ist nur die Anzahl.
Ein Beitrag pro Woche reicht zum Start. Feste Zeit, nichts verschieben (ich habe das lange anders gemacht, und es war jedes Mal der schlechtere Weg). Vier Wochen lang nur messen, danach weißt Du, was Deine normalen Werte sind.
Zahlen von großen Profilen taugen nicht als Maßstab, und Zahlen aus dem Vorjahr auch nicht. Derselbe Beitragstyp mit derselben Frage brachte mir 2025 noch 143.003 Impressionen und 2026 nur 37.040.
Zwei Ablesungen je Beitrag, nach zwei und nach 24 Stunden. Die wichtigste Zahl ist nicht die Reichweite, sondern der Anteil außerhalb des eigenen Netzwerks. Er steht nur in der Beitragsanalyse, in keinem Export.
Ein Beitrag, der im eigenen Netzwerk gefeiert wird, ist kein Wirkungssignal. Er ist der Normalfall.
Jeder davon stand vorher in meiner eigenen Dokumentation. Das ist der Teil, den ich am nützlichsten finde.
Gemessen an einem Beitrag mit 37.040 Impressionen: 25 zugeordnete Follower, am selben Tag insgesamt 58. Entscheidend ist nicht die Reichweite, sondern ob es etwas zum Mitnehmen gab. Eine Vergleichstabelle mit Preisen bringt Follower, eine Meinung bringt Kommentare.
Hatte er doch, eine zweispaltige Vergleichstabelle. Ich hatte drei Wochen lang das Gegenteil dokumentiert, weil ein Textabruf kein Bild zeigte und ich aus einem fehlenden Signal einen Schluss gezogen hatte.
Kostet Gutwillen, macht die Kennzahl unlesbar und bringt kaum Reichweite, weil das Netzwerk von Bekannten sich mit dem eigenen überschneidet. Dieselbe Beziehung, als Kommentar bei einem reichweitenstarken Gastgeber eingesetzt, brachte 23.933 Impressionen.
Kann man. Ich habe 31 meiner eigenen Beiträge als Anzeige geschaltet, für rund 1.550 Euro aus eigener Tasche. Ergebnis: die Zahlen sahen gut aus und waren als Messung wertlos, weil Anzeigen fast nur außerhalb des Netzwerks ausliefern. Ich habe aufgehört und von vorn angefangen zu messen.
Ich arbeite im IT-Vertrieb und habe jeden Tag mit Geräteflotten, Betriebsräten und der Frage zu tun, was KI im Arbeitsalltag wirklich ändert. Auf LinkedIn bin ich seit Jahren.
Aber erst seit ich anfange, jede Ablesung mitzuschreiben, verstehe ich halbwegs, was dort passiert. Ein Teil dessen, was ich vorher für sicher hielt, hat die Messung nicht überlebt.
Diese Seite ist das, was übrig geblieben ist.
Vierzig Minuten, komplett in Deinem Browser, nichts wird gespeichert. Am Ende weißt Du, welche Formate zu Dir passen, welches Ziel Du eigentlich verfolgst und wo Dein Profil gerade steht.
Zum Säulen-KompassKeine Anmeldung, keine Datenbank, kein Konto. Das Ergebnis bleibt bei Dir, bis Du es selbst verschickst.